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Warum verkauft sich deine Musik nicht? Am fehlenden Umsatzkreislauf liegt’s
Imke Machura, Gründerin von RAKETEREI

© Imke Machura
Du machst gute Musik, du veröffentlichst sie — und dann passiert: wenig. Ein paar Streams, ein paar Reaktionen, vielleicht eine Rezension. Und irgendwann fragst du dich, ob es am Talent liegt. Ich sage dir ganz klar: Nein. Es liegt an einem Glaubenssatz, der in fast jedem Kopf steckt, der Musik macht. Deshalb erkläre ich dir in diesem Blogartikel, warum gute Musik allein nicht verkauft wird, was der Umsatzkreislauf ist und welche vier Stationen du durchlaufen musst, damit aus deiner Musik tatsächlich Geld wird.
Warum hört niemand meine Musik, obwohl sie gut ist?
Weil in der Musikbranche ein Satz kursiert, der so alt ist wie der romantisierte Künstlerinnen*-Mythos selbst:* »Wenn es wirklich gut ist, verkauft es sich schon.«*
Dieser Satz wirkt harmlos. Er ist es nicht. Er ist der teuerste Glaubenssatz in der Musikbranche. Und er kostet Musikerinnen* Zeit, Geld und Projekte — weil er sie genau in dem Moment stoppt, in dem eigentlich die wichtige Arbeit beginnt: nach der Veröffentlichung.
Er kostet dich Geld, weil du aufhörst zu arbeiten, sobald das Angebot steht.
Er kostet dich Zeit, weil du der nächsten Idee hinterherjagst, statt das bestehende Projekt zu Ende zu bringen.
Er kostet dich Projekte, weil gute Musik, die niemand findet, keine Wirkung entfalten kann.
Du denkst vielleicht: Dann muss ich also besser werden. Meine Musik muss präziser, ehrlicher, relevanter werden. Dabei übersiehst du das Eigentliche:
Nicht dein Talent fehlt. Der Kreislauf fehlt.
Was ist der Umsatzkreislauf — und warum schließen ihn die meisten Musikerinnen* nicht?
Der Umsatzkreislauf ist eine Abfolge, die du durchlaufen musst, bevor aus deiner Arbeit Umsatz wird. Er ist kein Mindset, kein Gefühl und vor allem kein Zufall.
Er hat vier Stationen:
- Angebot entwickeln. Ein Song, eine EP, ein Workshop, ein Release.
- Expertise strategisch zeigen. In sozialen Netzwerken, im Newsletter, im Netzwerk — entlang der Customer Journey deiner Zielgruppe.
- Aktiv verkaufen. Dein Angebot wiederholt, direkt, konkret aussprechen. Nicht hoffen, dass es sich herumspricht.
- Messen, auswerten, iterieren. Erste Conversions, erste Zahlen, erste Erfahrungen — und dann das Bestehende besser machen. Nicht neu machen. Besser.
Station 1 beherrschen die meisten Musikerinnen*, mit denen ich arbeite, sehr gut. Danach klemmt es. Sie werden still. Sie hoffen. Sie warten. Und weil das nicht funktioniert, entwickeln sie das nächste Angebot. Release nach Release, Projekt nach Projekt, Idee nach Idee.
Das ist kein Fleiß-Problem. Es ist ein Struktur-Problem — und genau deshalb löst du es nicht damit, dass du noch mehr arbeitest.
Wie zeige ich als Musikerin* Expertise, ohne mich auf Social Media auszubrennen?
Hier liegt der für mich wichtigste Abgrenzungspunkt: Expertise zeigen ist nicht dasselbe wie Sichtbarkeit.
- Expertise zeigen heißt nicht »jede Woche etwas posten«.
- Expertise zeigen heißt nicht »Reichweite um der Reichweite willen«.
- Expertise zeigen heißt nicht »irgendwas, Hauptsache ich bin präsent«.
Expertise zeigen heißt: Du kennst deine Zielgruppe. Du kennst ihre Customer Journey. Und du weißt, welche Station dieser Journey du mit welchem Post, welchem Newsletter, welchem Gespräch gerade bedienst.
Sichtbarkeit sagt: »Ich muss hier gesehen werden.«
Expertise sagt: »Ich weiß, wo diese Person gerade steht — und ich zeige ihr, dass ich genau das verstehe.«
Das ist der Unterschied zwischen Posten aus Panik und Posten als Handwerk. Zwischen Ausbrennen im Content-Marathon und einem System, das trägt. Und sobald du diesen Unterschied einmal verstanden hast, wird Content nicht mehr zur Belastung — sondern zum verlässlichen Bestandteil deines Umsatzkreislaufs.
Warum geht mein erstes Release nicht durch die Decke — und ist das schlimm?
Nein. Das ist sogar vorgesehen.
Die großen Erfolgsgeschichten, die du kennst, starten alle an dem Punkt, den wir den »Durchbruch« nennen. Da beginnt die Erzählung. Da setzt das Porträt ein. Da wird die Story für uns überhaupt erst interessant.
Aber über das, was vor diesem Durchbruch passiert, redet niemand.
Über all die Release-Runden davor. Über all die Male, in denen Zahlen ausgewertet wurden. Über all die Male, in denen Material nachgebessert, Kommunikation angepasst, Zielgruppe geschärft, Verteiler aufgebaut wurde. Genau in diesen stillen Runden entsteht der Durchbruch, von dem später erzählt wird.
Wenn du das nicht weißt, interpretierst du deinen ersten Release falsch. Du denkst: »Es ist nicht gut genug.« Statt zu denken: »Es ist die erste Runde von vielen.«
Das ist ein riesiger Unterschied. Emotional und strategisch. Und es ist der Unterschied zwischen Musikerinnen*, die nach dem ersten Release aufgeben — und denen, die irgendwann von ihrer Musik leben.
Höre dir jetzt meine Podcastfolge an!
Möchtest du noch tiefer in das Thema eintauchen? In meiner Podcastfolge #198 »Wenn die Musik gut ist, verkauft sie sich« — der teuerste Glaubenssatz in der Musikbranche gehe ich Schritt für Schritt durch die vier Stationen des Umsatzkreislaufs. Ich erkläre dir, warum der Moment nach dem Release nicht der Abschluss, sondern der Anfang deiner eigentlichen Arbeit ist — und warum die stillen Runden vor dem Durchbruch genau die Arbeit sind, über die niemand sonst spricht. Höre gleich rein!
In dieser Podcastfolge lernst du:
- … warum nicht dein Talent fehlt, sondern der Kreislauf fehlt
- … warum Expertise zeigen nicht Sichtbarkeit ist — sondern strategische Kommunikation entlang der Customer Journey
- … warum Erfolg nicht beim Durchbruch beginnt, sondern in den stillen Runden davor
Hier geht es zu Podcastfolge #198
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Über die Autorin
Ich bin Imke und war als Bookerin sowie Promoterin und bin als Produkt- und Labelmanagerin seit mehr als einem Jahrzehnt Teil der Musikbranche. 2017 gründete ich dann RAKETEREI.
RAKETEREI ist die beliebteste Musikerinnen-Community im deutschsprachigen Raum. Als Mentorin, Ideengeberin und Partnerin in Crime unterstütze ich die Künstlerinnen dabei, sich eine profitable musikalische Karriere aufzubauen, in dem wir uns mit Themen rund um Künstlerinnen-Identität finden sowie schärfen, individuelle Arbeits- und Selbstvermarktungsstruktur, Positionierung im Musikmarkt, Reichweitenaufbau und Wachstum auseinandersetzen.
Ziel ist es den Musikerinnen mit einem unternehmerischen Mindset auszustatten, damit sie sich erfolgreich am Musikmarkt positionieren können. RAKETEREI ist die Räuberleiter für Musikerinnen in die Musikbranche.

Meine Mission
Als Mentorin, Ideengeberin und Partnerin in Crime unterstütze ich dich dabei, eine unabhängige und profitable Karriere in der Musikbranche aufzubauen. RAKETEREI ist deine Räuberleiter in die Musikbranche.
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