Podcast
Newsletter schreiben: Welche Fehler halten dich zurück?
Imke Machura, Gründerin von RAKETEREI

© Imke Machura
Warum fällt es so vielen Musikerinnen* schwer, regelmäßig Newsletter zu schreiben? Warum fühlt sich dieser Kommunikationskanal oft wie ein Pflichtprogramm an, obwohl er so wirkungsvoll sein kann? Und warum sabotieren ausgerechnet die kleinen Denkfehler den größten Hebel deiner Selbstvermarktung?
Diese Fragen begegnen mir in meinen Programmen immer wieder und vielleicht erkennst du dich selbst darin wieder.
In diesem Blogartikel erkläre ich dir, welche typischen Newsletter-Fehler ich bei Musikerinnen* beobachte und wie du sie vermeidest.
Warum ist Mehrwert wichtiger als jede Ankündigung?
Viele Newsletter klingen wie eine Lautsprecher-Durchsage: »Neue Single draußen«, »Konzert am Samstag«, »Ich bin jetzt auch auf TikTok«.
Das Problem: Das sind Informationen, aber kein Mehrwert. Menschen abonnieren keinen Newsletter, um Fakten zu bekommen. Sie wollen Geschichten, Einblicke und Nähe.
Es macht einen enormen Unterschied, ob du nur den Release erwähnst oder die Geschichte dahinter erzählst: Warum hast du den Song geschrieben? Welche Emotion steckt darin? Was ist im Studio passiert?
So wird aus einer Information ein Erlebnis und deine Leser:innen fühlen sich als Teil deiner Reise.
Eine einfache Frage hilft dir beim Schreiben:
Was hat die Person davon, dass sie das liest?
Wenn die Antwort »Nichts« lautet, überarbeite deinen Text noch einmal.
Wieso sind Abmeldungen kein Drama, sondern ein Geschenk?
Viele Musikerinnen* schreiben ihren Newsletter mit angezogener Handbremse, aus Angst jemanden zu nerven oder zu verlieren. Dabei sind Abmeldungen ein natürlicher und sogar hilfreicher Prozess.
Wenn jemand geht, hat diese Person ohnehin kein echtes Interesse an deiner Musik oder deinen Themen.
Ein Newsletter lebt von Haltung. Von Klarheit. Von Meinung.
Erst wenn du sagst, was du wirklich denkst, ziehst du die Menschen an, die wirklich zu dir passen.
Eine Musikerin* aus meinem Programm hat sich monatelang nicht getraut, ihre Crowdfunding-Kampagne aktiv zu bewerben. Aus Angst, zu »verkaufen«. Erst als sie klar sagte: »Ich brauche deine Unterstützung, um dieses Album zu finanzieren«, bewegte sich etwas und die Kampagne wurde erfolgreich.
Abmeldungen sind also keine Ablehnung. Sie bereinigen deine Liste und das ist gut.
Wie oft solltest du deinen Newsletter wirklich verschicken?
Ein Newsletter, den man nur alle paar Monate erhält, wirkt wie ein flüchtiger Bekannter, der plötzlich wieder auftaucht: »Hey, erinnerst du dich noch an mich?«. Wenn Menschen vergessen, wer du bist, sinken Öffnungs- und Klickraten automatisch.
Regelmäßigkeit schafft Vertrauen. Das bedeutet nicht, dass du jede Woche schreiben musst. Aber du brauchst eine verlässliche Frequenz, auf die sich deine Zielgruppe einstellen kann.
Ein Beispiel:
Eine Musikerin aus meinem Programm schrieb früher nur zu Releases. Ihre Öffnungsrate: 18 %.
Mit einem monatlichen Newsletter stieg sie auf 42 % – ohne mehr Aufwand, aber mit deutlich mehr Nähe.
Plane also lieber weniger, aber dafür regelmäßig.
Wie verkaufst du im Newsletter, ohne dich unwohl zu fühlen?
Viele Musikerinnen* glauben, authentisch sein und verkaufen schließen sich aus. Doch wer nie verkauft, gibt niemandem die Chance, zu unterstützen. Newsletter sind der ideale Ort, um deine Angebote zu teilen, auf eine persönliche, einladende Art.
Statt »Tickets jetzt erhältlich« kannst du schreiben:
»Ich freue mich riesig auf dieses Konzert, weil die Besetzung besonders intim ist. Wenn du dabei sein möchtest, findest du hier die Tickets.«
So entsteht kein Druck, sondern Verbundenheit.
Menschen kaufen nicht, weil du laut bist. Sie kaufen, weil sie sich mit dir verbunden fühlen und genau diese Verbindung entsteht in deinem Newsletter.
Warum sind ehrliche Worte stärker als jedes Design?
Viele Musikerinnen* glauben, ihr Newsletter müsse aussehen wie ein Magazin: Banner, Bilder, Grafiken. Doch das Design ist nicht entscheidend – der Inhalt ist es.
Eine persönliche E-Mail, die klingt wie eine Nachricht an eine Freundin, wird häufiger gelesen als ein perfekt formatiertes Mailing. Was zählt, ist die menschliche Ebene: Gedanken, Einblicke, Erlebnisse.
Zwei Leitfragen helfen dir dabei:
- Würde ich das meiner besten Freundin so erzählen?
- Würde ich das selbst gerne lesen?
Wenn du beides mit »Ja« beantworten kannst, bist du auf dem richtigen Weg.
Wie überwindest du Perfektionismus beim Schreiben?
Der häufigste Grund, warum Newsletter gar nicht erst erscheinen, ist Perfektionismus.
Viele Musikerinnen* löschen Entwürfe, weil sie nicht perfekt sind, nicht aktuell genug wirken oder weil ein Foto fehlt.
Doch Newsletter sind Gespräche – keine Romane. Sie dürfen spontan, menschlich und unperfekt sein.
Eine Musikerin*, die zum Weltfrauentag schreiben wollte, verwarf ihren Text, weil der Tag »vorbei« war. Genau dieser ehrliche Gedanke hätte ein wunderbarer Einstieg sein können.
Perfektion verhindert Nähe.
Drück auf »Senden«, bevor du wieder zweifelst.
Fazit
Dein Newsletter ist einer der wenigen Kanäle, über den du wirklich unabhängig kommunizierst, frei von Algorithmen, Trends und Plattform-Launen. Wenn du das Gefühl hast, dass dein Newsletter nicht funktioniert, dann prüf: Würdest du ihn selbst lesen wollen?
In meiner Podcastfolge zeige ich dir die sechs häufigsten Fehler, die Musikerinnen* machen und wie du sie sofort umgehst, damit dein Newsletter endlich das wird, was er sein kann: ein wirkungsvoller, persönlicher, treuer Begleiter deiner musikalischen Karriere.
Hier geht es zu Podcastfolge #183
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Warum wird mein Newsletter nicht abonniert?
In dieser Podcastfolge verrate ich dir, an welchen vier Punkten es liegt, dass die Menschen, die du erreichen möchtest, deinen Newsletter nicht abonnieren. Du wirst in diesem Zusammenhang erfahren, wie eigentlich ein:e durchschnittliche:r Internetuser:in agiert und wie du das für dich nutzen kannst.

So findest du Inhalte für deinen Newsletter
Wie du einen guten Newsletter schreibst und trotzdem genügend Zeit hast? Genau dieser Frage gehe ich in dieser Podcastfolge nach. Es wird dabei nicht nur um mögliche Inhalte gehen, sondern auch darum, wie du eine Balance zwischen Social Media und Newsletter findest – denn eines verrate ich dir schon jetzt: Die sozialen Netzwerke sind keine verlässlichen Partner. Mit einem Newsletter baust du dir eine treue Community auf, denn wer sich dort einträgt, will dich auch kennenlernen!

So baust du dir einen Newsletter-Verteiler auf
Du weißt mittlerweile, welche Inhalte du in deinem Newsletter verarbeiten kannst – das ist super. Jetzt ist es wichtig, dass du deine Neuigkeiten auch an so viele Fans wie möglich verteilst. Und dazu brauchst du natürlich einen mit E-Mail-Adressen gefüllten Newsletter-Verteiler. Ganz einfach, oder? Genau darum geht es in dieser Podcastfolge: Welche Möglichkeiten hast du, dir nachhaltig einen Newsletter-Verteiler aufzubauen und immer weiter wachsen zu lassen? Ich gehe dabei vor allem auf deinen Content, kostenlose Angebote und Kooperationen mit anderen ein – also Dinge, die du selbst in der Hand hast, auch wenn du gerade keine Konzerte spielst.
Über die Autorin
Ich bin Imke und war als Bookerin sowie Promoterin und bin als Produkt- und Labelmanagerin seit mehr als einem Jahrzehnt Teil der Musikbranche. 2017 gründete ich dann RAKETEREI.
RAKETEREI ist die beliebteste Musikerinnen-Community im deutschsprachigen Raum. Als Mentorin, Ideengeberin und Partnerin in Crime unterstütze ich die Künstlerinnen dabei, sich eine profitable musikalische Karriere aufzubauen, in dem wir uns mit Themen rund um Künstlerinnen-Identität finden sowie schärfen, individuelle Arbeits- und Selbstvermarktungsstruktur, Positionierung im Musikmarkt, Reichweitenaufbau und Wachstum auseinandersetzen.
Ziel ist es den Musikerinnen mit einem unternehmerischen Mindset auszustatten, damit sie sich erfolgreich am Musikmarkt positionieren können. RAKETEREI ist die Räuberleiter für Musikerinnen in die Musikbranche.

Meine Mission
Als Mentorin, Ideengeberin und Partnerin in Crime unterstütze ich dich dabei, eine profitable und unabhängige Karriere in der Musikbranche aufzubauen. RAKETEREI ist deine Räuberleiter in die Musikbranche.
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