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In drei Schritten zum erfolgreichen Förderantrag  

Eine Möglichkeit, die geplante Tour im Ausland, eine Weiterbildung oder die nächste Record Release zu finanzieren, ist eine Förderung. Förderanträge zu schreiben, stellt viele vor eine Herausforderung – dabei ist alles gar nicht so kompliziert, wenn du ein paar grundlegende Dinge beherzigst. Worauf du bei deinem Antrag achten musst, was nicht fehlen darf und worauf die Zuschussgebenden besonderen Wert legen, verrate ich dir in diesem Blogartikel.


In diesem Blogartikel erfährst du:

  • welche Fehler du bei Förderanträgen leicht umgehen kannst.
  • wie du die wichtigsten Punkte miteinander verknüpfst.
  • wo der Unterschied zwischen Zielen und Maßnahmen liegt.

© Nick Morrison

Diese Grundvoraussetzungen solltest du beachten 

Einen Förderantrag zu stellen, macht dann Sinn, wenn du ein ganz konkretes Projekt oder eine bestimmte Maßnahme im Kopf hast und umsetzen willst – also z. B. dein neues Album, deine erste Auslands-Tour oder auch eine spezielle Fort- oder Weiterbildung, die du schon lange machen wolltest.
Nachdem du also weißt, was du fördern lassen möchtest, ist es essenziell – auch wenn es banal klingt –, zunächst die Förderrichtlinien Punkt für Punkt durchzugehen. Es ist von größter Wichtigkeit, wirklich ALLES zu lesen: Nur so kannst du dir ein umfassendes Bild von den Förderzielen und auch dem Förderverhalten der Zuschussgebenden machen. Normalerweise findest du diese Infos auf der Homepage der Fördernden, den Rest erledigt die Suchmaschine.
Denn nur wenn du dieses Wissen hast – das die Förderer ja auch gar nicht geheim halten, denn sie WOLLEN ja fördern – kannst du die Formulierungen deines Antrages danach auch ausrichten.

In meinem Podcast #25 mit Rosita Kürbis geht es genau darum: Der Fördernde möchte fördern! Hier kannst du ihn noch einmal nachhören.

Warum sage ich das so deutlich? Die wenigsten Menschen machen sich tatsächlich die Mühe, die Dinge RICHTIG zu lesen, weil sie sich keine Zeit nehmen und die Texte nur schnell zwischen Tür und Angel überfliegen. Klar rutschen da wichtige Infos durch oder werden schlicht und einfach überlesen. Manche haben auch einfach keine Lust, sich mit dem Kleingedruckten oder einer großen Textmenge zu beschäftigen – das ist aber falsch und vertane Zeit, denn du möchtest ja etwas damit erreichen: dass man dein Projekt fördert. Dafür musst du dich aber auch damit beschäftigen.

Also nochmal: Erst, wenn du ALLES gelesen hast, solltest du dich tatsächlich mit dem Antrag an sich befassen.
Hierbei solltest du den Dreiklang aus

1) Ausgangssituation
2) Zielen
3) Maßnahme

beherzigen. Ein Antrag muss so formuliert sein, dass diese drei Punkte aufeinander abgestimmt sind, ineinandergreifen und einer inneren Logik folgen: dass also ein roter Faden erkennbar ist.
Was heißt das?

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1) Die Ausgangssituation

Die Ausgangssituation beschreibt den Punkt, an dem dein Projekt ansetzt. Damit ist aber nicht dein Lebenslauf gemeint, sondern die Verortung in einem gesellschaftlichen Diskurs.
Also, was heißt das? Hier geht es um die Frage der Relevanz. Wenn dein geplantes Projekt auch tatsächlich gesellschaftlich relevant ist, hat dies wiederum einen maßgeblichen Einfluss auf dessen Erfolg selbst. Und das wollen die Fördernden natürlich auch: ein erfolgreiches Projekt unterstützen.

Ein Beispiel:
Du möchtest ein Album über die Gleichberechtigung bzw. Diversity in der Musikbranche machen. Die Ausgangssituation zu beschreiben, bedeutet hier NICHT, dass du das aufzählst, was du bisher schon als Künstlerin gemacht hast (das gehört in deine Vita). Du solltest hier vielmehr die Relevanz deines Themas beschreiben, die du mithilfe von Zahlen, Daten und Fakten belegst. In diesem Fall z. B. mit Zahlen zu den Männer- und Frauenanteilen auf Rockfestivals im Jahr 2019.

Die Musik, um die es dann geht, ist in diesem Zusammenhang dein Sprachrohr und du als Künstlerin mit deinem Erfahrungsschatz bist das ausführende Organ.

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2) Das Ziel

Was möchtest du mit deiner Record Release erreichen? Das ist dein Ziel!
Hier liegt der Fokus weniger auf dem Reichweitenaufbau für dich als Künstlerin bzw. dass du generell ein Album veröffentlichen möchtest. Natürlich ist das für dich auch wichtig, beim Antragstellen aber ein nachgelagertes Ziel.
Hier geht es primär darum, dass dein formuliertes Ziel eine mögliche Antwort auf die in der Ausgangssituation beschriebene Problemdarstellung ist.

Beim angesprochenen Beispiel der Record Release, die die fehlende Diversität in der Musikbranche anspricht, könnte ein Ziel sein, mit deinem Album auf diese Missstände aufmerksam zu machen, damit bestehende Strukturen aufzubrechen und zu verändern.

Es muss deutlich werden, was genau du erreichen willst.


3) Die Maßnahmen 

Erst im dritten Punkt, wenn es um die Beschreibung der Maßnahmen selbst geht, kommst du auf das konkrete Album und die damit zusammenhängenden Dinge, z. B. ein Musikvideo, zu sprechen. Hier erläuterst du dann, wie du im Einzelnen mit diesen Maßnahmen deine Ziele erreichen möchtest.

Häufig werden Ziele und Maßnahmen verwechselt.
Das Ziel ist nicht, ins Studio zu gehen und die Musik aufzunehmen.
Das Ziel ist nicht, mit einer Promoterin zusammenzuarbeiten.
Und das Ziel ist es auch nicht, eine große Social-Media-Kampagne zu starten.

Das sind lediglich Maßnahmen, um das Ziel zu erreichen.

Über die Autorin

Ich bin Imke und war als Bookerin sowie Promoterin und bin als Produkt- und Labelmanagerin seit fast einem Jahrzehnt Teil der Musikbranche. 2017 gründete ich dann RAKETEREI.  

RAKETEREI ist eine Community, die mittlerweile über 1.300 Musikerinnen fasst (Stand Juli 2020). Als Mentorin unterstütze ich die Künstlerinnen dabei eine profitable musikalische Karriere aufzubauen, in dem wir uns mit Themen rund um Künstlerinnen-Identität finden sowie schärfen, individuelle Arbeits- und Selbstvermarktungsstruktur, Positionierung im Musikmarkt, Reichweitenaufbau und Wachstum auseinandersetzen.

Ziel ist es den Musikerinnen mit einem unternehmerischen Mindset auszustatten, damit sie sich erfolgreich am Musikmarkt positionieren können. RAKETEREI ist die Räuberleiter für Musikerinnen in die Musikbranche.

Imke Machura - raketerei

Das heißt zusammenfassend: 

Der Fokus in deinem Förderantrag sollte nicht darauf liegen, als Künstlerin mehr Reichweite aufzubauen und mehr Umsatz zu machen, sondern folgende Fragen beantworten:

Warum machst du das, was du machst?
Hier wird also nach der Vision, die du verfolgst, gefragt.

und

Wo ist der Nutzen, wo die Relevanz, wenn das Album realisiert wird?
Hier steht also die Frage nach dem Mehrwert im Vordergrund.

Du als Künstlerin selbst bist mit deinem Album dann das »ausführende Organ«. Das Projekt selbst, das realisiert werden soll, ist das »Format«, mit dem du beispielsweise ein relevantes Thema in den Mittelpunkt der Gesellschaft holst.

Meine Mission

Als Co-Pilotin und Partnerin in Crime unterstütze ich dich dabei eine profitable musikalische Karriere aufzubauen. RAKETEREI ist Deine Räuberleiter in die Musikbranche.

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