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Welche drei Hürden musst du bewältigen, um mit deiner Musik trotz Corona

Geld zu verdienen?

Vor einigen Tagen habe ich, wie so oft in letzter Zeit, mit einer guten Freundin telefoniert. Selbstverständlich drehte sich unser Gespräch um die aktuelle Situation mit Corona. Wir tauschten uns vor allem über die besondere Situation in der Musikbranche aus, die nicht nur die Musikerinnen selbst, sondern alle gleichermaßen, in der gesamten Branche, betrifft. Während unseres Telefonates gab mir meine Freundin eine wirklich gute Metapher mit, die ich unbedingt mit euch teilen möchte, denn sie ist eine treffende Beschreibung dafür, was war und was sein kann. 

© Bruno Nascimento

In dieser Verbildlichung verglich sie das Konzert, als eine der Haupteinnahmequellen einer Musikerin, mit einem Hochhaus. Dabei stehe jede Etage – vom Keller bis zum Dach – für Wachstum. Zum einen persönlich, zum anderen für eine der vielfältigen Möglichkeiten, Umsatz zu generieren, um letztlich von der eigenen Musik leben zu können. Vor der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Maßnahmen spielten sich die aktiv genutzten Möglichkeiten, Umsatz zu generieren, um von seiner Musik leben zu können, vor allem im Keller des Hochhauses ab: Neben den Einnahmen durch die Auftritte wurden CDs sowie Merch verkauft, häufig noch unterrichtet. Mit den immer strengeren Maßnahmen und dem letztlichen Verbot von öffentlichen Aufführungen verlagerte sich die Musik plötzlich mehr und mehr ins Internet. Es wurden plötzlich mehr Musik sowie Auftritte gestreamt – die ersten Online-Konzerte wurden angeboten. 

Diese ersten, langsamen Schritte von der Offline- in die Online-Welt waren im wahrsten Sinne des Wortes ein Emporwagen aus dem Keller in das erste Stockwerk. Vielerorts wurde das erste Mal ein Fokus darauf gelegt, welche (neuen) Möglichkeiten uns das Internet eigentlich bietet, um von der eigenen Musik leben zu können.Ein Hochhaus hat bekanntlich viele Stockwerke – und genauso viele Möglichkeiten liegen nun vor uns allen … aber wie in allen Bereichen, erfordert das Ergreifen und erfolgreiche Meistern von Möglichkeiten auch die Überwindung von einigen kleinen und leider auch großen Hürden. Wenn du mit deiner Musik Geld verdienen möchtest, also auch die zweite, dritte und vierte Etage deines Hochhauses bewohnen willst, dann ist es unumgänglich, sich offen und ehrlich mit den drei schwierigsten Hürden auseinander zu setzten. 

Bevor du weiterliest, solltest du einen Moment innehalten und dir überlegen, ob du dich wirklich ehrlich mit diesen Dingen auseinandersetzen willst. Sich mit den eigenen blinden Flecken zu beschäftigen, führt zwar immer zu neuen und hilfreichen Erkenntnissen, aber manchmal eben auch zu Zweifeln und Widerstand in sich selbst. Aber ich verspreche dir, dass es sich, wenn du diese Hürden hinter dir lassen kannst, für dich auszahlen wird. Nicht nur im wörtlichen Sinne, sondern auch dahingehend, dass du ganz plötzlich das Leben lebst, das du tatsächlich leben wolltest und Menschen auf dich aufmerksam werden, an denen du dir vorher die Zähne ausgebissen hast. Außerdem wirst du ganz nebenbei – und da spreche ich aus eigener Erfahrung – viel mehr Zeit für dich selbst und zur echten Entspannung haben. 

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Welche drei zentralen Hürden musst du überwinden, um ins nächste Stockwerk zu kommen?

Viele Künstlerinnen haben schnell reagiert und sind durch und mit der aktuellen Situation auf den Online-Zug aufgesprungen. Leider wird häufig Potenzial verschenkt – und genau hier verstecken sich die Hürden, die im Weg stehen:

1. Die geplanten Aktionen werden so umgesetzt, wie sie nun mal ALLE machen.

Dieses alle meint einen sehr (sehr, sehr) großen Kreis an Menschen – und damit ist es ein Schwimmen mit dem Strom. Daraus entsteht ein großer Einheitsbrei von Angeboten, die sich kaum voneinander unterscheiden lassen, geschweige denn durch Einzigartigkeit im Gedächtnis bleiben. Auslöser für diesen Einheitsbrei ist sehr häufig ein fehlender Fokus, weil in der Fan-Ansprache alle erreicht werden sollen. Denn potenziell könnten alle Menschen meine Musik toll finden.
Dabei fallen schnell unliebsame Tätigkeiten und kleinteilige Vorbereitungen hinten runter, weil alles schnell vorbereitet werden muss, anstatt mit Vorläufen zu arbeiten. Da kann ein Online-Konzert musikalisch noch so toll sein – wenn am Ende kein Mensch davon erfährt oder sich niemand angesprochen fühlt, weil der Fan-Fokus fehlt, bleibt bei der Musikerin nur eines im Kopf: Online-Konzerte funktionieren nicht. Und diese negative Verankerung führt dann zwangsläufig zur nächsten Hürde.

2. Die Denke – was beim ersten Mal nicht gleich funktioniert, funktioniert gar nicht

Selbstverständlich und logischerweise tauschen sich die enttäuschten Akteurinnen über ihre Erfahrungen aus, und so entsteht eine Meinungsblase, die davon abrät, Mühe, Ressourcen und Zeit in die Organisation von Online-Konzerte zu investieren. Wie sollte es auch anders sein, gaukelt uns die Werbung ja in allen Bereichen des Lebens stetig die Lüge des schnellen Erfolgs vor. Sieben Kilo in einer Woche abnehmen – kein Problem. Lebenslanger Superstar? Du musst nur Dieter Bohlen im ersten Casting von dir überzeugen. Leider werden Geschichten immer erst ab dem Punkt erzählt, ab dem die Sichtbarkeit exponentiell nach oben gegangen ist. Aber was ist eigentlich vorher passiert? Also bevor diejenigen plötzlich sichtbar wurden? Die schnöde Wahrheit ist, es wurde hart an sich gearbeitet.

Egal, ob es um Sichtbarkeit, Reichweite oder Umsatz geht, nichts von alldem fällt einfach so vom Himmel. Alles braucht seine Zeit und, allen voran, einen oft langen und manchmal schwierigen Lernprozess. Auch wenn wir sehr darauf getrimmt sind, keine Fehler zu machen oder diese zuzugeben, so steckt in einem Misserfolg immer auch eine Chance – nämlich die, etwas zu lernen. Die Frage »Was hätte ich besser machen können?« ist immer lohnenswert und ihre Antwort unbezahlbar.
Fehlschläge sollten nicht als »War halt mal ein Versuch …« abgehakt werden, sondern als Möglichkeit, Dinge, Prozesse und Aktionen zu analysieren, Feedback zu sammeln und neue, kreative Lösungswege zu finden.

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich dir sagen: Online-Konzerte funktionieren. Erinnerst du dich noch an das RAKETEREI the female in music Festival, das wir über Ostern veranstaltet haben? Innerhalb von fünf Tagen haben wir sage und schreibe 452 Tickets verkauft. Du fragst dich jetzt sicherlich: »Warum hat das bei denen funktioniert?« Hier kann ich dir leider nicht die EINE Antwort geben, die dir die ganze Welt erklärt. Es gibt auch nicht DIE Anleitung schlechthin für die erfolgreiche Organisation und Durchführung von Online-Konzerten.  

Eines kann und werde ich dir aber sehr gern verraten:
•    Es gehört viel mehr dazu, als eine Facebook-Veranstaltung anzulegen und alle Freunde einzuladen.
•    Es gehört viel mehr dazu, als hin und wieder ein Posting auf Instagram abzusetzen, in dem man auf sein Konzert hinweist.

Und dieses MEHR meint die Bereitschaft, sich eine eigene Infrastruktur zu schaffen – wie beispielsweise eine eigene Homepage, die man selbst bedienen kann oder einen Newsletter-Verteiler, den man bereit ist zu pflegen. Es meint die Bereitschaft, sich zu fokussieren – in jeder Hinsicht. Viel hilft nicht viel (also z. B. 10 Social-Media-Kanäle, die man versucht zu pflegen), eher weniger ist mehr (einen Kanal dafür richtig, richtig gut gestalten). Warum das wichtig ist? Weil eine eigene Infrastruktur es dir nicht nur ermöglicht, die E-Mail-Adressen, also den direkten Kontakt, deiner Fans einzusammeln (und damit aus nackten IP-Adressen reale Personen zu machen), sondern z. B. auch Facebook-Ads-Kampagnen ganzheitlich mitzudenken und umzusetzen.
Für all das brauchst du Menschen, die deine Homepage besuchen – du brauchst Reichweite und die fällt, wie bereits gesagt, nicht einfach so vom Himmel. Diese heiß begehrte Reichweite erlangst du nur durch Kontinuität, sehr gute Inhalte und direkte Interaktion mit deinen Fans. Zeichnet sich hier dann ein organisches Wachstum ab, können Facebook-Ads diesen Prozess sinnvoll beschleunigen. Nicht umgekehrt. Der Fokus wiederum hilft uns dabei, uns nicht zu verzetteln. Nicht alles ist gleich prioritär zu behandeln. Und mit diesem Gedanken sprechen wir nun über die leidige dritte Hürde. 

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3. Ich will nicht in mich und mein Wachstum investieren.

Sicherlich kennst auch du das Sprichwort »Über Geld spricht man nicht« nur zu gut. Bei mir hat es viele Jahre gedauert, bis ich begriffen habe, wie wichtig es ist, nicht nur über Geld zu sprechen, sondern seiner Arbeit auch einen angemessenen Preis zu geben. Um meiner Arbeit nicht nur einen angemessenen, sondern auch wertschätzenden Preis zu geben, musste ich irgendwann, ob ich wollte oder nicht, anfangen, laut über Geld zu sprechen. Wie sollte es auch anders sein, habe ich mich dabei erst sehr unwohl gefühlt, aber irgendwann hat sich der berühmte Schalter in meinem Kopf umgelegt und ich konnte ein gesundes, offenes und transparentes Verhältnis zum Thema Geld entwickeln.

Natürlich habe ich das nicht im Alleingang geschafft, aber ich war es mir wert, in mich und mein Wachstum zu investieren, und habe mir zur professionellen Unterstützung eine Mentorin an die Seite geholt. Dank ihrer Hilfe konnte ich meine eingeschränkte Wahrnehmung von der Welt überwinden – konnte meinen Horizont erweitern. So habe ich gelernt, Blockaden zu bewältigen und, ganz wichtig, mein persönliches gesundes Moneymindset zu entwickeln.

Es ist uns Menschen schier unmöglich, uns selbst, unser Handeln und Tun objektiv von außen zu betrachten und zu bewerten. Doch wir brauchen diesen Blick von außen – Entwicklung und Wachstum braucht diese Perspektive. Veränderungen machen Angst, das ist verständlich, aber wenn du es schaffst, über das »Ja, aber …« oder das »funktioniert bei mir nicht …« hinauszukommen, dich diesen Herausforderungen mutig zu stellen, dann kannst du diesen Verdrängungsmechanismus in eine positive, lösungsorientierte Energie umwandeln, die dich im Sinne des Hochhauses in eine nächste Etage führt.

Das Wichtigste für die weiteren Stockwerke ist das Verständnis, dass alles ineinandergreift und nur gemeinsam einen Sinn ergibt.

Es ist nicht die Reichweite, die zu guten und zu mehr Verkäufen führt. Reichweite allein ist wertlos. Zahlen, die auf Reichweite hindeuten, können immer gekauft oder gefakt sein.
•    Was aber führt dann zu erfolgreichen Verkäufen?
•    Worauf solltest du den Fokus richten? Gerade jetzt, wo du nicht mehr live auftreten kannst?

Das erste Zauberwort heißt Interaktion. Also der direkte und auch persönliche Austausch mit den Menschen, die du erreichen möchtest – nur sie können dir verraten, was sie wirklich interessiert.
Das zweite Zauberwort heißt Community. Hierbei geht es um den Aufbau einer eigenen Community. Also einen Ort, eine Gemeinschaft, an dem sich die Menschen sammeln und austauschen können, die sich für genau dein Thema interessieren – und das muss nicht immer zwangsläufig eine Facebook-Gruppe sein.
Im dritten Schritt erst können dann Angebote gemacht werden.

Über die Autorin

Ich bin Imke und war als Bookerin sowie Promoterin und bin als Produkt- und Labelmanagerin seit fast einem Jahrzehnt Teil der Musikbranche. 2017 gründete ich dann RAKETEREI.  

RAKETEREI ist die beliebteste Musikerinnen-Community im deutschsprachigen Raum. Als Mentorin, Ideengeberin und Partnerin in Crime unterstütze ich die Künstlerinnen dabei, sich eine profitable musikalische Karriere aufzubauen, in dem wir uns mit Themen rund um Künstlerinnen-Identität finden sowie schärfen, individuelle Arbeits- und Selbstvermarktungsstruktur, Positionierung im Musikmarkt, Reichweitenaufbau und Wachstum auseinandersetzen.

Ziel ist es den Musikerinnen mit einem unternehmerischen Mindset auszustatten, damit sie sich erfolgreich am Musikmarkt positionieren können. RAKETEREI ist die Räuberleiter für Musikerinnen in die Musikbranche.

Imke Machura - raketerei

Die sozialen Medien werden leider gerne als Ersatz für eine eigene und individuelle Homepage gesehen. Wird dennoch in eine eigene Seite »investiert«, dann oft nur halbherzig – Hauptsache, sie ist schön billig und du bist online irgendwie auffindbar. Facebook, Instagram und Co. sollten nicht als DIE einzige Präsentationsseite – eine Art Endstation – wahrgenommen werden, sondern als Teil eines individuellen Systems. Die sozialen Netzwerke sind definitiv nicht der Ort, an dem ein Verkauf im Mittelpunkt stehen sollte, denn die Betonung liegt auf SOZIAL.  Es gilt vielmehr, sie als einen Tunnel oder eine Brücke zu verstehen. Hier werden Menschen lediglich auf dich aufmerksam, lernen dich kennen und haben das Bedürfnis, mehr über dich zu erfahren – dich zu besuchen. Und so besuchen sie dich auf der Basis deiner Sozialen-Netzwerk-Inhalte auf deiner eigenen individuellen Homepage. Und wenn das passiert, ist es deine Aufgabe, aus genau diesen anonymen IP-Adressen E-Mail-Adressen zu machen, hinter denen reale Personen stehen – deine Fans. Und dann kannst du Angebote machen.

Um nochmal auf das Bild mit dem Hochhaus zurückzukommen: Dafür ist aber der Keller kein geeigneter Ort. Der Keller stellt die Basis von dir als Künstlerin dar. Wachstum findet in den oberen Stockwerken statt. Persönlich sowie finanziell. Das wiederum setzt voraus, weniger Content zu produzieren und den Fokus mehr auf Umsatz zu legen. Denn wir müssen Arbeit abgeben, wenn wir wachsen wollen.

Meine Mission

Als Co-Pilotin und Partnerin in Crime unterstütze ich dich dabei eine profitable musikalische Karriere aufzubauen. RAKETEREI ist Deine Räuberleiter in die Musikbranche.

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imke@raketerei.com

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