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Solltest du als Musikerin* Social Media machen? Warum Grundsatzdebatten dich vom Erfolg abhalten
Imke Machura, Gründerin von RAKETEREI

© Imke Machura
Solltest du Social Media als Musikerin* nutzen, oder dich bewusst dagegen entscheiden? Vielleicht hast du diese Frage schon unzählige Male gedanklich gewälzt. Und jedes Mal klang sie reflektiert, klug, verantwortungsvoll.
In diesem Blogartikel erkläre ich dir, warum genau diese Art von Denken dich strategisch ausbremst und was du stattdessen tun solltest.
Warum fühlen sich Grundsatzdebatten so klug an – bringen dich aber nicht weiter?
Grundsatzdebatten erzeugen Tiefe. Du kannst über Algorithmen sprechen, über Ungerechtigkeit im Musikbusiness, über Streaming, über KI. Du kannst das System analysieren und dabei vollkommen recht haben.
Das Problem ist nur: Du triffst keine Entscheidung.
Und ohne Entscheidung gibt es keine Richtung. Viele Musikerinnen* glauben, ihnen fehle Motivation oder Disziplin. In Wahrheit fehlt oft etwas anderes: eine klare strategische Führung.
Eine Grundsatzdebatte ist selten der Anfang von Klarheit. Meist ist sie das Ende von Bewegung.
Ist die Frage „Soll ich Social Media machen?“ überhaupt sinnvoll?
Die Frage klingt logisch. Sie ist es aber nicht. Denn sie tut so, als gäbe es nur zwei Möglichkeiten:
- alles
- oder nichts
Das ist keine arbeitsfähige Perspektive. Die viel entscheidendere Frage lautet:
Welche Funktion soll Social Media für dich erfüllen und welche ganz bewusst nicht?
Vielleicht nutzt du Social Media für:
- Sichtbarkeit rund um Releases
- Kontaktpflege zu bestehenden Hörer:innen
Aber eben nicht für:
- tägliches Posten ohne Ziel
- Reichweitenjagd um jeden Preis
Das ist keine Kapitulation vor dem System. Das ist Führung. Du definierst den Rahmen – nicht der Algorithmus.
Entsteht Haltung wirklich durch Nachdenken?
Viele Musikerinnen* glauben, sie müssten erst eine klare Meinung entwickeln, bevor sie handeln. Meine Erfahrung zeigt: Haltung entsteht nicht im Denken. Sie entsteht im Tun.
In der RAKETEREI testen Musikerinnen* neue Strategien in einem klar definierten Zeitraum. Danach schauen wir gemeinsam hin:
- Was hat es mit mir gemacht?
- Was hat es real gebracht?
- Was hat es mich an Zeit, Energie und Geld gekostet?
Erst auf Basis dieser Erfahrung entsteht eine fundierte Haltung. Nicht aus Angst. Nicht aus Ideologie. Sondern aus Beobachtung.
Das ist kein Kontrollverlust. Das ist Selbstführung.
Machen dich Tools wirklich abhängig?
Ein weiterer häufiger Gedanke lautet: »Ich will mich nicht abhängig machen. Die ganzen Tools kosten doch Geld.« Ich verstehe diesen Impuls. Aber Unabhängigkeit bedeutet nicht, alles selbst zu machen. Unabhängigkeit bedeutet, bewusst zu entscheiden, wofür du Unterstützung nutzt.
Die entscheidende Frage lautet nicht: »Ist dieses Tool gut oder schlecht?«
Sondern: Welche wiederkehrende Entscheidung nimmt mir dieses Tool ab?
Wenn ein Tool dir jede Woche 30 Minuten Denkenergie spart, dann kaufst du dir keine Abhängigkeit. Du kaufst dir Fokus.
Warum ist Nicht-Entscheiden keine sichere Option?
Hinter vielen Grundsatzdebatten steckt ein Denkfehler: »Wenn ich mich nicht festlege, kann ich nichts falsch machen.«
Das fühlt sich sicher an. Ist es aber nicht. Nicht-Entscheiden ist ebenfalls eine Entscheidung – nur eine ohne Richtung. Und genau diese Richtung fehlt vielen Musikerinnen*.
Strategischer Erfolg entsteht nicht durch perfekte Haltungen. Er entsteht durch tragfähige Entscheidungen.
Fazit
Grundsatzdebatten fühlen sich sauber an. Reflektiert. Erwachsen. Aber sie machen dich nicht handlungsfähig. Die entscheidende Frage ist nicht, ob ein System gut oder schlecht ist. Sondern wie du es so nutzt, dass es dir dient – ohne dich ihm auszuliefern. Wenn du merkst, dass du dich gerade in einer Grundsatzdebatte verhedderst, stell dir nicht die große moralische Frage. Stell dir diese:
Wie kann ich dieses System strategisch nutzen, um mit meiner Musik Geld zu verdienen?
In der passenden Podcastfolge gehe ich noch tiefer auf diese Denkstruktur ein und zeige dir, wie du wieder in Bewegung kommst – weg von Debatten, hin zu klaren Entscheidungen.
Hier geht es zu Podcastfolge #191
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Über die Autorin
Ich bin Imke und war als Bookerin sowie Promoterin und bin als Produkt- und Labelmanagerin seit mehr als einem Jahrzehnt Teil der Musikbranche. 2017 gründete ich dann RAKETEREI.
RAKETEREI ist die beliebteste Musikerinnen-Community im deutschsprachigen Raum. Als Mentorin, Ideengeberin und Partnerin in Crime unterstütze ich die Künstlerinnen dabei, sich eine profitable musikalische Karriere aufzubauen, in dem wir uns mit Themen rund um Künstlerinnen-Identität finden sowie schärfen, individuelle Arbeits- und Selbstvermarktungsstruktur, Positionierung im Musikmarkt, Reichweitenaufbau und Wachstum auseinandersetzen.
Ziel ist es den Musikerinnen mit einem unternehmerischen Mindset auszustatten, damit sie sich erfolgreich am Musikmarkt positionieren können. RAKETEREI ist die Räuberleiter für Musikerinnen in die Musikbranche.

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Als Mentorin, Ideengeberin und Partnerin in Crime unterstütze ich dich dabei, eine unabhängige und profitable Karriere in der Musikbranche aufzubauen. RAKETEREI ist deine Räuberleiter in die Musikbranche.
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