Podcast
Musik machen mit ADHS – wie geht das?
Im Gespräch mit Tamara Banez

© Imke Machura
Wie kannst du eine Karriere als Musikerin aufbauen, wenn dein Kopf sich ständig nach neuen Reizen sehnt, dein Fokus springt und dein Alltag chaotisch erscheint? In diesem Artikel geht es um die Perspektive von Tamara Banez – Musikerin, Mentoring-Teilnehmerin und von ADHS betroffen. Sie gibt einen ehrlichen Einblick in ihr Leben zwischen Reizflut, Strukturversuchen und kreativen Höhenflügen.
In diesem Blogartikel erfährst du, wie ADHS den Musikprozess beeinflusst – und wie du trotz (oder gerade wegen) deiner Neurodivergenz deinen Weg gehen kannst.
Was bedeutet ADHS im Musikerinnen-Alltag?
ADHS ist mehr als ein Konzentrationsproblem. Es ist ein neurobiologisches Phänomen, das Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und emotionale Regulation beeinflusst.
Für Tamara zeigte sich ihr ADHS lange diffus – bis eine Diagnose kam. Danach veränderte sich viel: mehr Verständnis für sich selbst, aber auch mehr Verantwortung, Strategien zu finden.
ADHS im Musikerinnen-Alltag heißt oft:
- viele angefangene Projekte, wenig abgeschlossene
- Stimmungsschwankungen im kreativen Prozess
- Reizüberflutung bei Social Media, Events, Meetings
Wie beeinflusst ADHS die kreative Arbeit?
Kreativität und ADHS hängen eng zusammen – oft positiv.
Viele ADHSler:innen sind schnell begeistert, sprudeln vor Ideen, denken quer. Für Tamara ist das beim Songwriting ein Geschenk – aber auch eine Herausforderung:
- Der kreative Flow kann kippen, wenn die Struktur fehlt
- Ideen brechen ab, wenn die Reizflut zu groß wird
- Deadlines helfen, aber setzen unter Druck
Was ihr hilft: Mini-Routinen, Struktur durch Kalender und klare, kleine To-dos.
Wie organisiert man sich mit ADHS im Musikbusiness?
Booking, Finanzplanung, Content-Planung – viele dieser Aufgaben fordern Struktur, die bei ADHS nicht einfach mitgeliefert wird.
Tamara hat gelernt, Tools zu nutzen:
- einfache Projektmanagement-Apps (Trello, Notion)
- Time-Blocking mit Pufferzeiten
- Prioritäten statt Perfektionismus
Trotzdem gibt es gute Tage – und chaotische. Und das ist okay.
Ihr ADHS hilft ihr in manchen Bereichen auch:
- Sie denkt schnell um die Ecke
- Verbindet ungewöhnliche Ideen
- Reagiert intuitiv auf Trends und Stimmungen
Wie geht die Musikbranche mit Neurodivergenz um?
Noch nicht besonders gut. Tamara wünscht sich:
- mehr Verständnis für nicht-lineares Arbeiten
- Deadlines mit Flexibilität
- Räume für Austausch zwischen neurodivergenten Künstler:innen
Gerade in einer kreativen Branche sollte Vielfalt in Denkmustern ein Vorteil sein – nicht ein Stigma.
Fazit
ADHS ist keine Schwäche. Es ist eine andere Art zu denken, zu fühlen und zu arbeiten. Tamara zeigt in dieser Folge, wie Selbstverständnis, Tools und ein unterstützendes Umfeld den Unterschied machen können. Hör jetzt die ganze Podcastfolge und finde heraus, wie du mit deiner eigenen Neurodivergenz umgehen kannst – ohne dich ständig selbst auszubremsen.
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Über die Autorin
Ich bin Imke und war als Bookerin sowie Promoterin und bin als Produkt- und Labelmanagerin seit mehr als einem Jahrzehnt Teil der Musikbranche. 2017 gründete ich dann RAKETEREI.
RAKETEREI ist die beliebteste Musikerinnen-Community im deutschsprachigen Raum. Als Mentorin, Ideengeberin und Partnerin in Crime unterstütze ich die Künstlerinnen dabei, sich eine profitable musikalische Karriere aufzubauen, in dem wir uns mit Themen rund um Künstlerinnen-Identität finden sowie schärfen, individuelle Arbeits- und Selbstvermarktungsstruktur, Positionierung im Musikmarkt, Reichweitenaufbau und Wachstum auseinandersetzen.
Ziel ist es den Musikerinnen mit einem unternehmerischen Mindset auszustatten, damit sie sich erfolgreich am Musikmarkt positionieren können. RAKETEREI ist die Räuberleiter für Musikerinnen in die Musikbranche.

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