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Netzwerken in der Musikbranche: Diese 5 Dinge musst du wirklich wissen

Imke Machura, Gründerin von RAKETEREI

© Imke Machura

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um als Musikerin* mit dem Netzwerken zu beginnen? Viele Musikerinnen* schieben das Thema ewig vor sich her – zu anstrengend, zu aufgesetzt, zu viel Smalltalk. Doch genau das hält sie davon ab, in der Musikbranche sichtbar zu werden. Ohne Netzwerk bleibt der Erfolg oft dem Zufall überlassen.

In diesem Blogartikel erkläre ich dir, welche fünf Missverständnisse rund ums Netzwerken dich bisher zurückgehalten haben und wie du lernst, echte, tragfähige Beziehungen aufzubauen.

1. Bedeutet Netzwerken, sich verkaufen zu müssen?

Das ist das häufigste Missverständnis überhaupt. Viele denken, beim Netzwerken müsse man laut sein, sich aufdrängen oder ständig über sich selbst sprechen. Kein Wunder, dass das vielen Musikerinnen* Unbehagen bereitet.

Doch Netzwerken bedeutet nicht, dich zu verkaufen, sondern Beziehungen zu pflegen. Stell dir vor, du lernst jemanden bei einem Konzert kennen. Ihr sprecht über Musik, ohne Ziel, einfach aus Interesse. Wenn daraus ein echtes Gespräch entsteht, ist das bereits der Beginn eines Netzwerks.

Ehrliches Interesse, Zuhören und Offenheit sind die Basis. Wenn du zeigst, wer du bist und was du machst, passiert das »Verkaufen« ganz automatisch – durch Vertrauen und Authentizität.

2. Entsteht ein gutes Netzwerk von allein?

Viele glauben: »Ich mache gute Musik, also werden schon die richtigen Menschen auf mich zukommen.« Leider funktioniert es nicht so einfach. Ein stabiles Netzwerk entsteht nicht zufällig. Es ist das Ergebnis von Strategie und Beständigkeit.

Du brauchst eine Vorstellung davon, wen du kennenlernen möchtest und wie du Beziehungen langfristig pflegen kannst. Einmal im Jahr auf dem Reeperbahn Festival zu erscheinen, reicht nicht aus.

Netzwerken beginnt lange vor dem Release. Wenn du schon früh Kontakte knüpfst – bei Sessions, in Communities oder Programmen wie RAKETEREI – wächst dein Netzwerk aus echtem Interesse.

👉🏼 Denk an dein Netzwerk wie an einen Garten: Du musst regelmäßig gießen, pflegen und geduldig bleiben, bis etwas wächst.

3. Bringt Netzwerken nur kurzfristige Vorteile?

Viele geben zu früh auf, weil sich der Erfolg nicht sofort zeigt. Nach dem ersten Festivalbesuch folgt oft die Enttäuschung: »Hat sich nicht gelohnt.«

Doch Beziehungen brauchen Zeit. Vertrauen entsteht erst durch Wiederholung und Verlässlichkeit. Menschen müssen dich öfter sehen, hören, erleben. Erst dann öffnen sich Türen.

Ich habe es in meiner Arbeit unzählige Male erlebt: Kontakte, die sich vor Jahren zufällig ergeben haben, führen plötzlich zu Kooperationen. Das passiert aber nur, wenn du vorher investierst – in Zeit, Interesse und Vertrauen.

Beziehungen sind keine Währung, die du sofort einlösen kannst. Sie sind eine Investition in deine Zukunft.

4. Heißt Netzwerken, möglichst viele Leute kennen?

Nein. Netzwerken ist kein Zahlen-Spiel. Besonders introvertierte Musikerinnen* denken oft, sie müssten Dutzende Kontakte pflegen. Dabei reicht ein kleiner Kreis vertrauensvoller Menschen.

Wichtiger ist, wer dich wirklich kennt und wem du ehrlich vertraust. Qualität schlägt Quantität.

Ein Beispiel: Simone Helle, eine Musikerin aus meiner Community, sammelte 8.000 € über Crowdfunding – ohne große Social-Media-Präsenz. Ihr Erfolg beruhte auf echten Beziehungen zu Menschen, die an sie glaubten.

5. Reicht Online-Netzwerken aus?

Social Media ist ein großartiges Tool, um sichtbar zu werden, aber es ersetzt keine echten Begegnungen. Online baust du Aufmerksamkeit auf, offline entsteht Vertrauen.

Der wirkungsvollste Weg ist die Kombination aus beidem: Du lernst jemanden digital kennen, ihr bleibt im Austausch und wenn ihr euch persönlich trefft, entsteht Tiefe.

Darum: Nutze Social Media, um Türen zu öffnen, aber geh auch hindurch. Besuche Konzerte, sprich Kolleginnen an, geh zu Veranstaltungen. Die Musikbranche lebt von Begegnungen.

Fazit

Netzwerken ist keine lästige Pflicht, sondern ein langfristiger Prozess, der deine Karriere trägt. Es geht nicht darum, dich zu verkaufen, sondern Beziehungen zu gestalten, die dich inspirieren und unterstützen.

Fang früh an, bleib dran und denk daran: Ein gutes Netzwerk entsteht nicht, wenn du es brauchst, sondern lange davor.

Mehr darüber, wie du Netzwerken neu für dich definierst, erfährst du in meiner Podcastfolge »5 Missverständnisse rund ums Netzwerken in der Musikbranche«.

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Über die Autorin

Ich bin Imke und war als Bookerin sowie Promoterin und bin als Produkt- und Labelmanagerin seit mehr als einem Jahrzehnt Teil der Musikbranche. 2017 gründete ich dann RAKETEREI.  

RAKETEREI ist die beliebteste Musikerinnen-Community im deutschsprachigen Raum. Als Mentorin, Ideengeberin und Partnerin in Crime unterstütze ich die Künstlerinnen dabei, sich eine profitable musikalische Karriere aufzubauen, in dem wir uns mit Themen rund um Künstlerinnen-Identität finden sowie schärfen, individuelle Arbeits- und Selbstvermarktungsstruktur, Positionierung im Musikmarkt, Reichweitenaufbau und Wachstum auseinandersetzen.

Ziel ist es den Musikerinnen mit einem unternehmerischen Mindset auszustatten, damit sie sich erfolgreich am Musikmarkt positionieren können. RAKETEREI ist die Räuberleiter für Musikerinnen in die Musikbranche.

Imke Machura - raketerei

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Als Mentorin, Ideengeberin und Partnerin in Crime unterstütze ich dich dabei, eine profitable und unabhängige Karriere in der Musikbranche aufzubauen. RAKETEREI ist deine Räuberleiter in die Musikbranche.

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