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Warum deine Fans deinen Newsletter nicht abonnieren

Einen Newsletter zu haben, hilft dir dabei, mit deiner Musik Geld zu verdienen. Welche Rolle spielt er genau in deinem Marketing-Mix? Du kannst dir das Verhältnis zwischen Social Media, Homepage und Newsletter wie ein Haus mit kleinem Garten davor und einem Hinterhof vorstellen. Das Haus steht für deine Homepage – hier sieht man deine Einrichtung, deine Themen, Farben und Formen. In deinem Vorgarten (Social Media) machst du Gesprächsangebote und trittst mit deinen Fans in Kontakt. Und im Hinterhof, deinem Newsletter, findet die Party statt. Die Leute auf deiner Party sind bereits durchs Haus gegangen, haben dich kennengelernt und einen Eindruck von dir – jetzt wollen sie deine Persönlichkeit kennenlernen. Aber keine Angst: Es gibt einen Unterschied zwischen »persönlich« und »privat«. Du sollst in deinem Newsletter keinen Seelenstriptease hinlegen, kannst aber durchaus persönliche Aspekte erwähnen.


In diesem Blogartikel erfährst du:

  • welche Rolle ein Newsletter spielt
  • warum im Newsletter nicht die gleichen Inhalte auftauchen sollten wie in Social Media
  • wie häufig ein Newsletter verschickt werden sollte
  • warum es die falsche Taktik ist, auf Abonnenten zu »warten«

© Emma Matthews

Warum ist ein Newsletter so wichtig?

In deinem Newsletterverteiler finden sich echte Namen zu echten Personen, es sind keine anonymen IP-Adressen mehr. Dadurch kannst du die Menschen direkt ansprechen und erreichst potenziell 100 % deiner Abonnenten. In den sozialen Netzwerken bestimmen ja die Algorithmen, wer was angezeigt bekommt und wer nicht. Nun kann es sein, dass du zwar einen Newsletter hast, deine potenziellen Fans ihn aber nicht abonnieren. Woran das liegt, erkläre ich dir in vier einfachen Punkten.

1. Dein Fan weiß nicht, was ihn inhaltlich im Newsletter erwartet

Wie du weißt, sind Menschen nur ein paar Sekunden auf einer Website unterwegs und verschaffen sich in dieser kurzen Zeit einen Überblick. Wenn eine Userin also auf das Anmeldeformular deines Newsletters stößt und nicht sofort erkennen kann, wofür dieser gut sein soll, was sie erwartet oder wann er erscheint, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich dafür einträgt, sehr gering.

Warum?
Der Surferin ist der Mehrwert deines Newsletters nicht klar, weil du zu Wissen über dich und deine Arbeit voraussetzt. Häufig wird davon ausgegangen, dass die Leute einen aus den sozialen Netzwerken kennen. Das tun sie aber nicht immer.

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2. In den sozialen Netzwerken behandelst du die gleichen Themen wie im Newsletter // Es wird nur verkauft

Der Newsletter ist nicht dazu da, inhaltlich das Gleiche zu präsentieren wie in den Social Media.

Warum?
Potenzielle Fans durchlaufen die sogenannte Customer Journey, ein Begriff aus dem Marketing, der den Zyklus von »Ich lerne eine Musikerin kennen« bis »Ich besuche ein Konzert oder kaufe eine CD« abbildet. In diesem Kreislauf steht der Newsletter an einem ganz anderen Punkt als die sozialen Netzwerke.
Das heißt, dass du im Newsletter andere Inhalte abhandeln solltest als bei Facebook und Co., weil die Menschen bereits ein Stück (auch emotional) näher an dir dran sind.

3. Dein Newsletter erscheint nur unregelmäßig

Wenn du aus Angst, dein Gegenüber zu nerven, nur zweimal im Jahr einen Newsletter verschickst, dann lass es lieber und spar dir die Mühe. Der Mensch braucht ungefähr sechs oder sieben Begegnungen mit jemandem, um sich bewusst erinnern zu können. Erst dann wird beispielsweise die Homepage besucht – du kannst dir ausrechnen, wie weit es dann noch bis zum Kauf einer Konzertkarte oder CD ist.

Es ist auch absolut nicht schlimm, wenn sich Menschen aus einem Verteiler abmelden. Ganz im Gegenteil: Das ist super! Denn ein Newsletter ist dann hochwertig, wenn er hohe Öffnungsraten hat. Daher sollten alle »Leichen« raus.
Ab einem gewissen Punkt kostet ein Newsletter-Tool auch Geld. Und je weniger »tote« Kontakte du hast, desto günstiger bleibt es.

Es ist wie im »echten« Leben: Willst du ein Teil in dem Leben eines anderen Menschen werden, musst du regelmäßig von dir hören lassen.

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Eigentlich ist es doch ganz einfach: Es sind die Menschen in den sozialen Netzwerken sichtbar, die Mehrwert liefern. So weit, so gut. Aber was bedeutet es eigentlich, Mehrwert zu liefern? Sind damit vielleicht all die Selfies gemeint, die wir jeden Tag mehr oder weniger freiwillig zu sehen bekommen? Oder geht es um etwas anderes?

4. Du erwartest, dass die Menschen von alleine kommen

Die wenigsten Menschen tragen sich einfach so in einen Newsletter ein. Sie müssen dich erst einmal »erleben«, bevor sie aktiv werden. Häufig findet dieser Aktivierungsmoment bei Konzerten statt, im Sinne von: »Wenn du mehr von mir erfahren willst, lass mir gern deine E-Mail-Adresse hier«.

Tja. Aktuell finden nur sehr wenige Konzerte statt. Bedeutet das, dass du jetzt keine Adressen einsammeln kannst?
Nein, natürlich nicht.

Das Prinzip der Aktivierung lässt sich recht einfach auf Social Media übertragen. Du musst dafür sorgen, dass du einen hohen Nutzen für deine Zielgruppe schaffst. Beispielsweise eignen sich dafür Sängerinnen-Challenges, wie sie auf Instagram häufig gemacht werden. Es gibt ein gemeinsames Hashtag, unter dem sich die temporäre Community durch das Verlinken zusammenfindet. Wenn du es nun so einrichtest, dass sich die Fans in deinen Newsletter eintragen müssen, um an der Challenge teilzunehmen, kannst du ganz einfach neue Adressen einsammeln und schaffst aber damit auch einen hohen Mehrwert für deine Fans.

Über die Autorin

Ich bin Imke und war als Bookerin sowie Promoterin und bin als Produkt- und Labelmanagerin seit fast einem Jahrzehnt Teil der Musikbranche. 2017 gründete ich dann RAKETEREI.  

RAKETEREI ist eine Community, die mittlerweile über 1.300 Musikerinnen fasst (Stand Juli 2020). Als Mentorin unterstütze ich die Künstlerinnen dabei eine profitable musikalische Karriere aufzubauen, in dem wir uns mit Themen rund um Künstlerinnen-Identität finden sowie schärfen, individuelle Arbeits- und Selbstvermarktungsstruktur, Positionierung im Musikmarkt, Reichweitenaufbau und Wachstum auseinandersetzen.

Ziel ist es den Musikerinnen mit einem unternehmerischen Mindset auszustatten, damit sie sich erfolgreich am Musikmarkt positionieren können. RAKETEREI ist die Räuberleiter für Musikerinnen in die Musikbranche.

Imke Machura - raketerei

Das heißt im Umkehrschluss: Du musst zu den Menschen hin, ihnen etwas bieten, wenn du möchtest, dass sie sich in deinen Newsletter eintragen und damit »zu dir kommen«.

Meine Mission

Als Co-Pilotin und Partnerin in Crime unterstütze ich dich dabei eine profitable musikalische Karriere aufzubauen. RAKETEREI ist Deine Räuberleiter in die Musikbranche.

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