Podcast
"Wenn du aktiv bist, dann bekommt die Musikindustrie das auch mit."
Im Gespräch mit TOKUNBO

© Anne de Wolff
#55 TOKUNBO
Ist ein Plattenvertrag mit einem Majorlabel tatsächlich der musikalische und auch der finanzielle Durchbruch? Und stimmt das Narrativ des »großen« und »bösen« Majorlabels, das die Künstlerin unmündig macht?
TOKUNBO ist bekannt als die Stimme von Tok Tok Tok. Sie unterschrieb vor vielen Jahren einen Vertrag bei Universal – vermutlich ein Traum von vielen Künstlerinnen und Künstlern. Gemeinsam mit ihrer Band arbeiteten sie über den Zeitraum einer Albumproduktion mit dem Major zusammen. Es war, wie sie heute sagt, eine sehr lehrreiche Zeit für sie.
Wie es zu dieser Zusammenarbeit kam, welche Rolle sie als Künstlerin einnahm, wo die Vorteile von Indie-Strukturen liegen und was sie aus dieser Zeit für ihre Solokarriere mitgenommen hat, genau darüber reden wir in dieser Podcastfolge. Vielleicht räumen wir ebenfalls das ein oder andere Narrativ aus dem Weg.
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„Für einen Plattenvertrag reicht gute Musik allein nicht aus.“
(Mareike Hettler)
Wenn es eine Formel dafür gäbe, wer einen Plattenvertrag bekommt und wer nicht, dann könnte sie wohl so lauten: Eine eigene Vision + einen spannenden Charakter + habe etwas zu erzählen = Plattenvertrag. Aber ist es tatsächlich so einfach? Genau darüber habe ich mit Mareike Hettler gesprochen. Sie wurde vor über zwei Jahrzehnten als Promoterin Teil der Musikbranche. Damals brachte sie Künstlerinnen und Künstler in die Zeitungen und Radios. Heute ist sie A&R und sie entscheidet darüber, wer einen Plattenvertrag bekommt und wer nicht. Ihr Netzwerk ist dabei ihr wichtiges Gut. Sie sagt, Künstlerinnen und Künstler sind dann erfolgreich, wenn 1) die richtigen Menschen zusammenarbeiten und zwar an jedem Punkt und 2) das Drumherum stimmt. Aber was genau meint sie damit? Hört selbst!.

„Als Indie-Label kannst du nicht an allen Enden Aufbauarbeit leisten."
(Marit Posch)
Wie sieht eigentlich der Arbeitsalltag einer Labelmanagerin bei einem Indie-Label aus? Genau dieser Frage sind Marit Posch und ich nachgegangen. Sie macht zweierlei deutlich: Zum einen die Vorteile, die kleine Strukturen mitbringen – im Vergleich zum Major Label - und zum anderen erklärt sie, wie man Nischenkünstler im Musikmarkt positioniert und warum Printmedien für sie immer noch relevant sind.

„Der Hit „Mädchen“ lag wie
Blei in den Regalen – bis plötzlich
der Durchbruch kam.“
(Luci van Org)
Mit ihrem Song „Mädchen“ landete Luci van Org mit ihrer Band Lucilectric einen Mega-Hit! Fünf Jahre später verschwand Lucilectric plötzlich von der Bildfläche. Heute – 25 Jahre später – macht Luci noch immer Musik, sie schauspielert, schreibt Bücher und sie moderiert
Über mich
Hi! Ich bin Imke.
Ich war über ein Jahrzehnt Teil der Musikbranche — als Bookerin, Promoterin und Produkt- und Labelmanagerin.
2017 habe ich RAKETEREI gegründet: die Räuberleiter für Musikerinnen* in die Musikbranche.
Seither habe ich über 500 Releases von Musikerinnen* begleitet, hoste seit 2017 den RAKETEREI-Podcast und leite die größte deutschsprachige Online-Community für Musikerinnen* mit über 2.000 Mitgliedern.
Ich kenne beide Seiten der Musikindustrie: die der Musikerinnen* und die der Menschen, die in den Postfächern, Streaming-Backends und Promo-Verteilern sitzen, in denen dein Release auftauchen muss, damit deine Musik gehört wird.
Genau dieser Doppelblick macht hier den Unterschied.

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