Podcast
Wie du als Musikerin* lernst, (bessere) Entscheidungen zu treffen
Imke Machura, Gründerin von RAKETEREI

© Imke Machura
Kennst du das: Du willst releasen, eine Förderung beantragen oder ein Album planen und trotzdem passiert wochenlang nichts? Statt zu entscheiden, kreisen deine Gedanken im Kreis, bis du selbst nicht mehr weißt, was du eigentlich willst. Und während du noch grübelst, rücken deine Ziele in immer weitere Ferne.
Genau dieses Nicht-Entscheiden kostet dich mehr, als du denkst: Zeit, Energie, Motivation und konkrete Chancen. Nicht, weil du »zu schlecht« bist oder »nicht bereit«, sondern weil du dir selbst keine klare Richtung gibst.
In diesem Blogartikel erkläre ich dir, warum Entscheidungsfähigkeit ein Musskönnen in der Musikbranche ist, wie du teures Rumgeeiere beendest und mit einer einfachen Entscheidungsmatrix endlich Tempo in deine Musikkarriere bringst.
Warum kostet dich Nicht-Entscheiden so viel?
Der größte Mythos lautet: »Wenn ich länger nachdenke, wird die Entscheidung einfacher.« Das klingt vernünftig, fühlt sich erwachsen an, ist aber in den meisten Fällen schlicht falsch. Je länger du wartest, desto teurer wird es. Und zwar alles.
Denn dein Nicht-Entscheiden frisst Ressourcen: Du verlierst Zeit, in der du sichtbar sein könntest. Du verlierst Energie, weil dein Kopf permanent um dieselbe Frage kreist. Und du verlierst Motivation, weil du dir immer wieder beweist, dass du »eh nichts durchziehst«.
Dazu kommen verpasste Chancen: Fristen für Förderprogramme verstreichen, Deadlines rücken vorbei, mögliche Partner:innen suchen sich andere Musikerinnen*. Während du auf das perfekte Gefühl wartest, zieht die Branche weiter – nur ohne dich.
Wie hilft dir die 80-Prozent-Regel bei deinen Releases?
Die meisten Entscheidungen in deiner Musikkarriere müssen nicht perfekt sein. Sie müssen nur gut genug sein, um dich in Bewegung zu bringen. Genau hier kommt die 80-Prozent-Regel ins Spiel: Wenn du etwa 80 % der Infos hast, die du brauchst, entscheidest du. Punkt.
Die fehlenden 20 % klären sich unterwegs: im Gespräch mit Partner:innen, im Studio, im ersten Release-Zyklus. Wachstum passiert im Tun, nicht im Grübeln. Jede Entscheidung ist damit weniger ein endgültiges Urteil und mehr ein nächster Entwicklungsschritt.
Frage dich also beim nächsten Release: Weiß ich ungefähr, wohin ich will, was mein Ziel ist und wie der erste Schritt aussieht? Wenn ja, triff eine Entscheidung – Single oder EP, Frühjahr oder Herbst – und lass den Rest auf dem Weg entstehen.
Welche Fragen bringen dich in 30 Sekunden zur Entscheidung?
Statt dich tagelang zu verknoten, kannst du dir einen 3-Fragen-Entscheidungstest bauen, der in 30 Sekunden Klarheit bringt. Er funktioniert besonders gut, wenn du dazu neigst, Entscheidungen endlos aufzuschieben.
Stelle dir dazu immer dieselben Fragen:
- Was will ich wirklich?
- Was passiert konkret, wenn ich mich nicht entscheide?
- Welcher Mini-Schritt bringt mich sofort in Aktion?
Diese Fragen holen dich raus aus der Kopfspirale und rein in die Verantwortung. Du merkst schnell, ob es wirklich um fehlende Informationen geht, oder nur um Angst vor der Entscheidung. Und du zwingst dich, den nächsten sichtbaren Schritt zu definieren, statt weiterhin nur im »Ich müsste mal ...« hängen zu bleiben.
Wie wirst du zur Gestalterin* deiner Musikkarriere?
Entscheidungen tun manchmal weh, weil sie immer auch ein Nein zu etwas anderem sind. Ja zur Single heißt Nein zur EP – zumindest für jetzt. Ja zur Förderung heißt Nein dazu, alles im eigenen Tempo vor sich hin zu schieben.
Aber noch schmerzhafter als eine mutige Entscheidung ist der Stillstand. Wenn dein Brotjob alle Lücken füllt, in denen deine Musik Raum bräuchte. Wenn deine Pläne jahrelang in Notizbüchern stehen, aber nie das Licht der Welt erblicken.
Damit du wirklich in deine Gestalterinnen*-Rolle kommst, helfen dir drei konkrete Strategien:
- Setze dir feste Zeitrahmen für Entscheidungen (24 Stunden, 72 Stunden, 7 Tage – je nach Tragweite).
- Nutze eine einzige Entscheidungsfläche (z. B. Notion, Trello oder ein Google Doc), damit nichts versandet.
- Teste den »Nein-Test«: Wenn du dich nicht traust, Ja zu sagen, frage dich, ob du wenigstens ein klares Nein geben kannst. Auch das ist eine Entscheidung.
Fazit
Entscheidungen sind nicht verhandelbar. Sie sind das Werkzeug, mit dem du Tempo, Richtung und Qualität deiner Musikkarriere bestimmst. Nicht-Entscheiden kostet dich Zeit, Energie, Motivation und echte Chancen, lange bevor du überhaupt merkst, was du dir entgehen lässt.
Wenn du lernst, mit der 80-Prozent-Regel zu arbeiten, dir klare Fragen zu stellen und Mini-Schritte zu entscheiden, wirst du automatisch zur Gestalterin* deiner Laufbahn. Dann bestimmt nicht mehr der Algorithmus, die Branche oder dein Brotjob, was möglich ist, sondern du.
Noch tiefer eintauchen kannst du in der passenden Podcastfolge, in der ich dir das komplette 3-Schritte-Framework und weitere Beispiele aus der RAKETEREI-Community vorstelle. Hör unbedingt rein, wenn du merkst, dass du 2026 eigentlich groß rauskommen willst – aber bisher vor allem eines perfektioniert hast: dein Rumgeeiere.
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Über die Autorin
Ich bin Imke und war als Bookerin sowie Promoterin und bin als Produkt- und Labelmanagerin seit mehr als einem Jahrzehnt Teil der Musikbranche. 2017 gründete ich dann RAKETEREI.
RAKETEREI ist die beliebteste Musikerinnen-Community im deutschsprachigen Raum. Als Mentorin, Ideengeberin und Partnerin in Crime unterstütze ich die Künstlerinnen dabei, sich eine profitable musikalische Karriere aufzubauen, in dem wir uns mit Themen rund um Künstlerinnen-Identität finden sowie schärfen, individuelle Arbeits- und Selbstvermarktungsstruktur, Positionierung im Musikmarkt, Reichweitenaufbau und Wachstum auseinandersetzen.
Ziel ist es den Musikerinnen mit einem unternehmerischen Mindset auszustatten, damit sie sich erfolgreich am Musikmarkt positionieren können. RAKETEREI ist die Räuberleiter für Musikerinnen in die Musikbranche.

Meine Mission
Als Mentorin, Ideengeberin und Partnerin in Crime unterstütze ich dich dabei, eine unabhängige und profitable Karriere in der Musikbranche aufzubauen. RAKETEREI ist deine Räuberleiter in die Musikbranche.
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