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​​​Was darf auf einer Künstlerinnen-Homepage nicht fehlen?

​​Die Homepage ist immer noch der wichtigste Anlaufpunkt für Menschen, die sich für dich und deine Musik interessieren. Hier sehen deine Fans auf einen Blick alles, was wichtig ist, können sich über deine Songs, deine Konzerttermine etc. informieren. Social Media hat in diesem Zusammenhang lediglich eine unterstützende Funktion, denn auf Facebook & Co. agierst du fremdgesteuert: Du postest zwar deine Inhalte und reagierst auf Kommentare, aber sobald sich die Algorithmen verändern oder Funktionen abgeschaltet werden, bleibt dir nichts anders übrig, als auf diesen Umstand zu reagieren und deine Strategien anzupassen. Du hast also niemals die komplette Kontrolle darüber, was auf deinem Profil so passiert. Social-Media-Profile sind wichtig, ersetzen aber niemals eine eigene Homepage.

© ​Juliana Malta

​​Aber was gehört eigentlich alles auf eine Künstlerinnen-Homepage?

​Deine Künstlerinnen-Homepage ist dein virtuelles Aushängeschild. Es sollte zu deiner Marke als Künstlerin passen, deinen Stil widerspiegeln und mit deinem bisherigen Markenauftritt und deinen Veröffentlichungen konsistent sein.
Daneben gibt es ein paar praktische Voraussetzungen für ein gutes Webseitenlayout: Damit die Userin oder dein Fan möglichst schnell findet, was sie sucht, solltest du darauf achten, dass alle wichtigen Informationen auf einen Blick und klar strukturiert präsentiert werden. Versuche dabei, die Userin auf deiner Seite zu halten und sie nicht durch zu viele Links, die zu externen Webseiten führen, wieder zu verlieren. Was möchtest du, das die Besucherin auf deiner Seite macht?

Die wichtigsten Bestandteile stelle ich dir nachfolgend vor:

Der »About«-Bereich

Deine Besucherinnen möchten und sollen auf deiner Homepage erfahren, wer du bist. Was ist deine Kernbotschaft, dein »Warum«? Warum machst du das, was du machst? Bringe das klar auf den Punkt – und habe dabei aber immer mit im Kopf, dass deine Seitenbesucherin nicht wirklich viel Zeit mitbringt. Sie möchte auf einen Blick erfassen können, mit wem sie es hier zu tun hat.

Fotos von dir

Ganz wichtig: professionelle Fotos. Wenn sich deine Homepage öffnet, sollten sie deiner Userin sofort ins Auge stechen – so sieht sie direkt, wer sie hier eigentlich willkommen heißt. In diesem Zusammenhang spielt auch die URL eine besondere Rolle: Besteht die URL aus dem Bandnamen, dann sollte auf der Startseite gleich deutlich werden, wer wer ist. Besteht sie aus deinem Solo-Künstlerinnen-Namen, ist eine Vorstellung gleich im Header der Startseite nicht unbedingt notwendig.

Dein Shop

Die Menschen, die auf deine Homepage kommen, kennen dich höchstwahrscheinlich schon von deinen Social-Media-Auftritten, durch ein Interview im Radio oder in der Zeit, vielleicht auch durch ein Konzert. Wenn sie sich jetzt deine Seite anschauen, dann gib ihnen auch gleich die Möglichkeit, dich zu unterstützen! Das hat nicht nur den Vorteil, dass du über einen eigenen Shop (z. B. Bandcamp) höhere Margen erzielen und damit mehr Geld verdienen kannst, als wenn du deine Musik beispielsweise über Amazon anbietest, sondern du kannst zusätzlich gleich noch deine Merchandising-Artikel präsentieren.

Wie mache ich Follower zu Fans?

Aus Followern Fans zu machen ist keine Raketenwissenschaft!
Trage dich links ins Formular ein und hole dir die Schritt-für-Schritt-Anleitung, die dich dabei unterstützt aus deinen Followern Fans zu machen.

Dein Newsletter

Ein Newsletter ist die perfekte Möglichkeit, dir eine Fanbase aufzubauen, die du dann immer wieder mit Neuigkeiten versorgst. Stetig neue Menschen für dich zu gewinnen, sie zu Fans zu machen, das ist das Grundprinzip für deine Karriere in der Musikbranche. Mit deinem Newsletter kannst du eine nahbare Beziehung zu ihnen aufbauen, die darauf fußt, dass sich deine Fans mit dir als Person und mit deiner Geschichte identifizieren können.

Mit einem Newsletter bekommen die vielen Follower und Likes aus den Social Media ein Gesicht – denn nur mit diesem Tool wird aus einer IP-Adresse eine reale E-Mail-Adresse. Natürlich kannst du deine News auch in deinen sozialen Netzwerken posten, allerdings wissen wir nicht, was davon unsere Fans auch tatsächlich sehen. Der Algorithmus spielt deine Inhalte an 10-15 % deiner Followerinnen aus. Aber an welche? Der Newsletter hingegen eröffnet dir die Möglichkeit, zumindest potenziell 100 % der Menschen zu erreichen, die du im Verteiler hast.

Social Media

Social Media sind part of the game. Verlinke von deiner Homepage zu den Netzwerken, die du regelmäßig pflegst.
Aber auch hier: Niemand muss 10 Kanäle pflegen. Es reicht völlig, wenn du einen Kanal richtig, richtig gut machst – wenn du deinen Fokus auf nur einen Kanal legst, kannst du dich auch voll darauf konzentrieren und dir rutscht nichts durch. Es ergibt mehr Sinn, bewusst Kanäle auszuklammern, als alle mittelmäßig gut und womöglich auch noch mit den gleichen Inhalten zu bespielen.  Ein gepflegter Facebook-Kanal beispielsweise macht deutlich, wie ernst jemand das meint, was er macht. Er macht deutlich, wie wichtig Fan-Kontaktpunkte genommen werden. Und er macht deutlich, wie ernst auch die Kommunikation mit den Fans genommen wird.

Aber: Ein Social-Media-Kanal ersetzt keine Homepage! Wir wissen nicht, wie lange es Social Media noch gibt, wann sich die Funktionen wieder verändern, die uns jetzt vielleicht gerade Reichweite schenken.
Was ich damit sagen will: Wir sollten Social Media als wertvolles Ad-on zu unserer Seite sehen, als eine kostenlose Zusatzbühne. Mehr nicht.

Pressestimmen

Was sagen eigentlich andere über deine Musik? Speziell meine ich hier Journalisten. Was schreiben sie über dein neues Album, deinen Stil, deine Marke?
Leider darfst du keine kompletten Artikel auf deiner Homepage einbinden – das müsste, ähnlich wie bei Musik, lizenziert werden. Aber mit Zitaten darfst du arbeiten.

Ein Journalist, der über deine Musik schreibt, ist quasi eine unabhängige Stimme, eine Art Social Proof. Es macht immer einen ganz anderen Eindruck, ob eine Pressestimme dein Album lobt oder ob du selbst schreibst, wie super es ist. Es bringt noch einmal einen anderen Aspekt mit – nämlich den, dass du auch anderen Menschen, vor allem denen, deren Job es ist, unabhängig und mehr oder minder objektiv zu berichten, aufgefallen bist.

Empfehlungen für dich

​​​Welche Faktoren nehmen Einfluss auf meine Sichtbarkeit?​


​Wie definierst du Sichtbarkeit? Ist der sichtbarer, den Konzertanfragen erreichen, ohne auch nur eine Booking-Email geschrieben zu haben? Deine Sichtbarkeit hilft dir dabei aktiv zu agieren und dein Leben und damit deine Karriere nach deiner Vorstellung zu gestalten. Unplanbarkeit hingegen laugt auf Dauer aus. Erschöpfung stellt sich ein. Das gilt es zu vermeiden. Aber wie? Eine Anleitung.

​​Warum sind Follower keine Fans?


​​​Die Anzahl des Contents, der täglich in den Sozialen Netzweerken hochgeladen wird steigt von Jahr zu Jahr. Wer soll das denn noch alles konsumieren? Es ist eine Schlacht um die Aufmerksamkeitsökonomie des Zuschauers entbrannt. Um dem entgegenzuwirken wird einfach noch mehr Content in die Sozialen Medien gekippt. Aber auch das macht Follower nicht zu Fans, oder? Nein, denn die Stellschrauben eine nachhaltige Fanbase aufzubauen sind andere. Warum?

​​„Schreibblockaden gibt es nicht.“ (Michelle Leonard)


​Warum es wichtig ist seine Hausaufgaben zu machen, was alles zu diesen Hausaufgaben zählt, wie man seine individuelle Toolbox füllt und warum es wichtig ist, das zu kennen worüber man schreibt oder singt, erklärt Michelle Leonard in dieser Podcastfolge. ​

Deine Musik

Neben dem visuellen Eindruck ist in unserer Branche natürlich der ​auditive Eindruck ganz entscheidend: deine Musik – das, worum es geht. Die darfst du bei allen anderen wichtigen Teilbereichen nicht vergessen.

Wie klingt die Band? Wie klingt die Sängerin? Wie klingen die Instrumentalisten?

Zum Beispiel kannst du einen Spotify-Link, deine Soundcloud oder ein YouTube-Video einbinden. Hier gibt es nicht wirklich ein Richtig oder Falsch, welche Plattform du wie integrierst – es geht mehr darum, dass der Gesamteindruck stimmig ist. Wichtig ist allerdings, dass du die Musik einbettest, damit die Userin auf deiner Homepage bleibt. Denn sobald sie auf anderen Kanälen landet, besteht die Gefahr, dass sie dort hängenbleibt – und nicht mehr wiederkommt.  

Deine Konzerte mit Ticket-Link

Live-Auftritte gehören zum Basisgeschäft jeder Künstlerin. Deine Fans wollen dich auch spielen sehen, also gib ihnen die Möglichkeit, gleich zu sehen, wann du wieder auftreten wirst. Kommuniziere dazu all deine Konzerttermine gut sichtbar auf deiner Webseite und füge direkt Ticket-Links hinzu.

Eine gute Plattform ist beispielsweise Songkick. Da sie sich leicht mit Spotify verbinden lässt, musst du nur eine Oberfläche pflegen, von der aus die Informationen dann verteilt werden.

Kontaktmöglichkeit

Auf deiner Homepage geht es um dich und deine Musik. Es wäre schade, wenn es beim Kontakt dann plötzlich zu unpersönlich wird. Vermeide daher ein Kontaktformular, denn das vermittelt genau diesen Eindruck.
Gib lieber deine E-Mail-Adresse an, unter der deine Fans dich erreichen können, denn Menschen kaufen von Menschen – und Menschen wollen mit Menschen kommunizieren.

Impressum / Datenschutz

Klar, das Impressum und die Datenschutzhinweise dürfen nicht fehlen. Informiere dich hier über die gesetzlichen Vorgaben, damit deine Seite auch rechtssicher ist.

Über die Autorin

Ich bin Imke und war als Bookerin sowie Promoterin und bin als Produkt- und Labelmanagerin seit fast einem Jahrzehnt Teil der Musikbranche. 2017 gründete ich dann RAKETEREI.  

RAKETEREI ist eine Community, die mittlerweile​über 800 Musikerinnen fasst (Stand Oktober 2019). Als Mentorin unterstütze ich die Künstlerinnen dabei eine profitable musikalische Karriere aufzubauen, in dem wir uns mit Themen rund um Künstlerinnen-Identität finden sowie schärfen, individuelle Arbeits- und Selbstvermarktungsstruktur, Positionierung im Musikmarkt, Reichweitenaufbau und Wachstum auseinandersetzen.

Ziel ist es den Musikerinnen mit einem unternehmerischen Mindset auszustatten, damit sie sich erfolgreich am Musikmarkt positionieren können. RAKETEREI ist die Räuberleiter für Musikerinnen in die Musikbranche.

Imke Machura - raketerei

​Die Menschen wollen heute mehr denn je die Personen oder die Gruppe, deren Musik sie hören, kennenlernen. Vielleicht lässt sich dieser Wissensdurst durch einen simplen Blog oder eine persönlich geschriebene Biografie befriedigen. Oder aber du entziehst dich diesem Trend und ignorierst das Ganze – vielleicht finden dich die Leute dann geheimnisvoll. Wie auch immer du das handhaben möchtest, überlege dir gut, wie du dich darstellen möchtest: Auf deiner Webseite hast du dazu alle Möglichkeiten.

Frage dich vorher ganz genau:
- Wer besucht meine Seite?
- Mit welchen Fragen ist diejenige auf deiner Seite unterwegs? Was möchte sie wissen?
- Werden diese Fragen mit einem Klick beantwortet?

Warum ein Klick? Das ist die Aufmerksamkeitsspanne und die Zeit, die Menschen bereit sind, auf deiner Webseite zu verbringen. Mache es ihnen daher so einfach wie möglich, an die für sie relevanten Informationen zu kommen. Verliere aber bei all deinen Gedanken und Überlegungen zu Struktur und Ordnung deine individuelle Darstellung als Künstlerin nicht aus den Augen – du sollst dich trotzdem wiedererkennen. Mach deine Homepage zu deinem persönlichen Zuhause und sorge dafür, dass sich die Menschen, die dich dort besuchen, leicht orientieren können und sich wohlfühlen.

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Meine Mission

Als Co-Pilotin und Partnerin in Crime unterstütze ich dich dabei eine profitable musikalische Karriere aufzubauen. RAKETEREI ist Deine Räuberleiter in die Musikbranche.

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imke@raketerei.com

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