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Ghostest du deine Fans? Woran du das erkennst und was du dagegen tun kannst

Imke Machura, Gründerin von RAKETEREI

© Imke Machura

Wann hast du deine Fans das letzte Mal geghostet? Klingt hart, oder? Doch viele Musikerinnen* tun es, ohne es zu merken. Sie antworten nicht auf Nachrichten, übersehen Kommentare oder melden sich nach einem Crowdfunding einfach nicht mehr. Das ist kein böser Wille, sondern oft Überforderung, Stress oder fehlende Struktur. Aber das Ergebnis bleibt gleich: Enttäuschung auf der anderen Seite.

Ghosting zerstört Vertrauen. Und Vertrauen ist die Währung, mit der du deine Musikkarriere aufbaust. In diesem Blogartikel erkläre ich dir, wie du erkennst, wann du unbewusst ghostest, welche Folgen das hat und wie du es künftig vermeiden kannst.

Was bedeutet Ghosting eigentlich?

Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Dating-Bereich. Er beschreibt, wenn jemand plötzlich und ohne Erklärung den Kontakt abbricht – keine Antwort, keine Erklärung, nur Stille.

In der Musikbranche zeigt sich Ghosting häufig in einer anderen Richtung: Veranstalter:innen reagieren nicht auf Anfragen, E-Mails bleiben unbeantwortet. Aber: Auch Musikerinnen* selbst ghosten – und zwar ihre Fans.

Dabei passiert Ghosting selten bewusst. Viel häufiger ist es ein stilles Verschwinden, ausgelöst durch Überforderung, Unsicherheit oder schlicht Zeitmangel.

Warum Fans Ghosting so schmerzhaft erleben

Für dich ist es vielleicht nur eine unbeantwortete Nachricht. Für deine Fans ist es ein Moment der Enttäuschung. Sie fühlen sich ignoriert, zurückgewiesen oder unwichtig.

Diese Gefühle können sich unterschiedlich äußern:

  • Verwirrung: »Habe ich etwas falsch gemacht?«

  • Hilflosigkeit: Keine Reaktion bedeutet keine Klarheit.

  • Wut: Das Verhalten wirkt respektlos.

  • Traurigkeit: Es fühlt sich an wie ein kleiner Verlust.

Das Schlimmste am Ghosting ist nicht der Kontaktabbruch selbst, sondern die Leerstelle, die bleibt.

In welchen Situationen du unbewusst ghostest

Ghosting passiert in vielen kleinen Momenten und genau deshalb fällt es oft nicht auf. Hier sind fünf typische Situationen:

1. Nachrichten unbeantwortet lassen

Ein Fan schreibt dir nach einem Konzert eine liebevolle Nachricht und du reagierst nicht. Für dich ist es Zeitmangel, für sie oder ihn ist es Zurückweisung.
👉🏼 Lösung: Stelle einen Autoresponder ein oder bitte jemanden aus deinem Team um Unterstützung beim Beantworten.

2. Kommentare ignorieren

Kommentare unter deinen Posts bleiben unbeachtet. Kein Like, kein Emoji, kein »Danke«.
👉🏼 Lösung: Plane feste Zeitfenster, um auf Social Media zu reagieren, statt ständig erreichbar zu sein.

3. Newsletter ohne Rückkanal

Fans antworten auf deinen Newsletter und hören nie wieder etwas von dir.
👉🏼 Lösung: Auch hier hilft ein Autoresponder oder eine klare Info, wann und wie du antwortest.

4. Crowdfunding ohne Nachklang

Fans haben dich finanziell unterstützt und bekommen danach nichts mehr von dir zu hören.
👉🏼 Lösung: Nutze Plattformfunktionen, um Updates zu teilen, oder schicke persönliche Dankesnachrichten.

5. Nach Konzerten abtauchen

Das Konzert endet, du bist erschöpft und ziehst dich zurück. Für dich Selbstschutz, für dein Publikum Enttäuschung.
👉🏼 Lösung: Plane kurze, echte Begegnungen nach dem Auftritt ein. Fünf Minuten können Wunder wirken.

Warum der Beziehungsaufbau wichtiger ist als Reichweite

Viele Musikerinnen* verwechseln Reichweitenaufbau mit Follower-Zahlen. Doch Zahlen bedeuten nichts, wenn keine Verbindung entsteht. Jede Nachricht, jeder Kommentar, jeder persönliche Moment ist Teil deiner Beziehungspflege.

Wenn du deine Fans ghostest, reißt diese Verbindung ab und es wird schwer, sie wiederherzustellen. Wer sich emotional investiert und dann ignoriert fühlt, zieht sich zurück.

Wie du Ghosting vermeidest und echte Nähe schaffst

Ghosting zu vermeiden bedeutet nicht, rund um die Uhr erreichbar zu sein. Es geht um Wertschätzung und Kommunikation.

Drei einfache Schritte helfen dir dabei:

  1. Struktur schaffen: Plane feste Zeiten für Fan-Kommunikation.

  2. Automatisiere mit Herz: Nutze Autoresponder mit persönlicher Note.

  3. Bleibe präsent: Auch kleine Gesten – ein Like, ein kurzer Kommentar – zeigen, dass du da bist.

Je klarer deine Strukturen sind, desto leichter fällt es dir, Beziehungen zu pflegen, ohne dich zu überfordern.

Fazit

Ghosting ist kein Phänomen allein aus dem Dating. Es passiert täglich in der Musikbranche. Und oft sind es die kleinen, unbewussten Momente, die das Vertrauen deiner Fans erschüttern.

Wenn du als Musikerin* langfristig erfolgreich sein willst, musst du Nähe zulassen – nicht nur auf der Bühne, sondern auch abseits davon. Deine Fans sind dein größtes Kapital. Pflege sie, und sie werden dich tragen.

Höre dir jetzt die passende Podcastfolge an, um zu erfahren, wie du Ghosting erkennst und vermeidest.

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Über die Autorin

Ich bin Imke und war als Bookerin sowie Promoterin und bin als Produkt- und Labelmanagerin seit mehr als einem Jahrzehnt Teil der Musikbranche. 2017 gründete ich dann RAKETEREI.  

RAKETEREI ist die beliebteste Musikerinnen-Community im deutschsprachigen Raum. Als Mentorin, Ideengeberin und Partnerin in Crime unterstütze ich die Künstlerinnen dabei, sich eine profitable musikalische Karriere aufzubauen, in dem wir uns mit Themen rund um Künstlerinnen-Identität finden sowie schärfen, individuelle Arbeits- und Selbstvermarktungsstruktur, Positionierung im Musikmarkt, Reichweitenaufbau und Wachstum auseinandersetzen.

Ziel ist es den Musikerinnen mit einem unternehmerischen Mindset auszustatten, damit sie sich erfolgreich am Musikmarkt positionieren können. RAKETEREI ist die Räuberleiter für Musikerinnen in die Musikbranche.

Imke Machura - raketerei

Meine Mission

Als Mentorin, Ideengeberin und Partnerin in Crime unterstütze ich dich dabei, eine profitable und unabhängige Karriere in der Musikbranche aufzubauen. RAKETEREI ist deine Räuberleiter in die Musikbranche.

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